30 Jahre / 30 years

English follows German

Ich schaue zurück.
30 Jahre.
Zum November.
Als meine Kindheit endete.
Als ich wusste, dass die Mauer gefallen war.
Noch vor meinen Eltern, die gerade draußen waren und dafür kämpften.

Wir haben viele Veränderungen gesehen.
Viele Bewegungen von Ost nach West.
Ich ging in die andere Richtung, ganz nach Osten.

Die Mauer steht noch immer hoch in den Köpfen der Menschen.
Der Westen schaut nach Osten und beschwert sich über das erstarken den Faschismus, und vergisst, dass dieses Wachstum wird von Westdeutschen geführt wird.
Der Osten blickt nach innen und kann sich nicht erinnern, dass Rassismus hier nie besiegt wurde.
Und sieht nach Westen und beschwert sich über ungleiche Löhne.

Wir Deutschen machen uns am liebsten selbst zu Opfern.
Wir sehen am liebsten zurück, nie nach vorne.
Deutschland, mein Herz ist schwer in der Ferne.
Vor 30 Jahren wollten wir Demokratie und bekamen Kapitalismus.
Vor 29 Jahren wollten wir eine Einheit und machten die Mauern höher denn je zuvor.

Und ich werde mich nie wieder “Deutsch” nennen.
Europa ist wie eh und je der einzige Spielzug zum gewinnen.

————

I look back.
30 years.
To November.
When my childhood ended.
When I knew the wall had fallen.
Before my parents, who were still out fighting for it.

We have seen many changes.
Many movements from the east to the west.
I did the opposite, moving Far East.

The wall still stands tall in people’s heads.
The west looks over and complains about the rise of fascism, forgetting its led by West Germans.
The east looks inwards and cannot remember that racism was never defeated here.
And looks west and complaints that wages are still not the same.

We Germans love to victimise ourself.
We love to look back, never forward.
Germany, my heart is heavy from afar.
Thirty years ago we wanted democracy and got capitalism.
Twenty nine years ago we wanted a union and build the walls higher then before.

And will never call myself “German” again.
Europa today, as ever, is the only play to win.